„Monos – Zwischen Himmel und Hölle“

Irgendwo in Südamerika bewacht eine Gruppe bestehend aus 8 jugendlichen Guerillakämpfer*Innen im Namen der „Organisation“ die Milchkuh „Shakira“ und erpresst Lösegeld für eine Geisel. 
Nach einem Angriff des Militärs wird die Einheit, welche sich „Monos“ nennt, in den Dschungel gedrängt. Im weiteren Verlauf wird die Beziehung der jungen Menschen auf eine harte Probe gestellt.


Die Story in „Monos – Zwischen Himmel und Hölle“ ist vielleicht nicht die komplexeste Geschichte und doch schafft es Alejandro Landes sie zu einer äußerst interessanten zu machen. Landes lässt die Zuschauer*Innen mit Fragezeichen, Kopfschütteln und Logiklöchern zurück. Ein Geniestreich in meinen Augen. Filme müssen nicht alles auserzählen und sollen auch Raum für eigene Gedankenspiele lassen – gerade wenn es um eine Thematik im Kriegssetting und in der Milieustudie geht.

© DCM

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Alejandro Landes schafft es eine großartige Momentaufnahme des Guerillakrieges in Südamerika zu erzählen und ein komplexes Beziehungsgeflecht relativ einfach aufzuarbeiten. Die Eigendynamik der Gruppe ist glaubhaft und authentisch dargestellt, was nicht zuletzt aus den tollen Cast resultiert. Umso beeindruckender ist, dass Landes in seinem Film hauptsächlich Laiendarsteller*Innen einsetzte.

Landes schafft es in manchen Sequenzen einen hypnotisch-fiebrigen Tanz zu vollführen, der sich stimmig in die großartigen Locations einfügt. Insgesamt erzeugt „Monos – Zwischen Himmel und Hölle“ eine unglaublich beeindruckende audiovisuelle Wucht. 
Für den hervorragenden Score verantwortlich, zeigt sich die britische Musikerin und Komponistin Micha Levi (u. a. „Under the Skin“ und „Jackie: Die First Lady“).  Der sehr eigene und wummernde Sound ergänzt „Monos“ wunderbar.  

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„Monos – Zwischen Himmel und Hölle“ ist eine hochwertige Aufarbeitung des Guerillakrieges in Südamerika ohne mit der Moralkeule zu schwingen. In all seinen brillanten audiovisuellen Facetten zeigt Alejandro Landes, das in der eigenen naiven Ideologie der Krieg wirklich nicht viel Raum zwischen Himmel und Hölle lässt. 


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